Sleeping Bride
Japan, 1999

Regie:
Nakata Hideo

Darsteller:
Hiroki Kohara, Goto Risa, Natori Yuko
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Nachdem ihre Mutter hochschwanger einen Flugzeugabsturz überlebte, verstarb sie gleich nach der Entbindung Yumi´s im Krankenhaus. Das Baby liegt seitdem in einem für die Ärzte unerklärlichen Tiefschlaf, aus dem sie auch Jahre später nicht erwacht ist. Als der kleine Yuichi ins Krankenhaus eingeliefert wird, entdeckt er zufällig das Zimmer von Yumi. Nach anfänglicher Schüchternheit stattet er ihr immer wieder Besuche ab, bei denen er irgendwann versucht sie wie einst Dornröschen im Märchen wachzuküssen. Doch all diese Versuche werden nicht von Erfolg gekrönt.

Selbst nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus, läßt Yuichi die geheimnisvolle Schönheit nicht mehr los, so daß er auch noch Jahre später in aller Regelmäßigkeit ihr Krankenzimmer aufsucht. Doch im Laufe der Zeit gerät die schlafenden Schönheit auch bei ihm in Vergessenheit. Erst als er im Alter von 18 Jahren einen Fernsehrückblick auf den damaligen Flugzeugabsturz sieht, kommen die alten Erinnerungen an Yumi wieder hoch, so daß er einen weiteren Versuch unternimmt sie wachzuküssen. Plötzlich wird das Unglaubliche wahr und die inzwischen junge Frau erwacht aus ihrem Schlaf.

Yuichi muß nun vom Laufen bis zum Sprechen alles neu erlernen. Doch zum unglaublichen Erstaunen der Ärzte schafft sie dies alles binnen eines ganzen Tages. Das läßt den Presserummel um ihre Person, der seit ihrem Erwachen in und um das Krankenhaus tobt, noch um einiges weiter ansteigen. Die beiden jungen Leute stört das alles aber recht wenig. Langsam aber sicher kommen sich Yumi und Yuichi näher und es entsteht eine zarte Liebesbeziehung zwischen den beiden. Doch dann macht Yumi dem erschütterten Yuichi eine furchtbare Mitteilung, die sein gesamtes weiteres Leben bestimmen sollte.



Nach drei Horrorfilmen zeigt sich Nakata Hideo mit Sleeping Bride einmal von einer gänzlich anderen Seite. Obwohl er auch bei diesem Film seinen Hang zu phantastischen Aspekten nicht ganz verleugnen kann, präsentiert er dem geneigten Zuschauer eine moderne und äußerst gefühlvolle Variation des klassischen Dornröschen Märchens der Gebrüder Grimm.

Auf Grund der märchenhaften Thematik, sollte man so etwas wie eine logisch entwickelte Geschichte allerdings nicht unbedingt erwarten. Wenn man sich damit aber abfinden kann und sich ganz auf die herzerweichende Story einläßt, erwartet den Zuschauer hier ein kurzweiliges und vor allem sehr liebevoll inszeniertes Vergnügen mit der klaren Botschaft, das bedingungslose Liebe alles erreichen kann. Obwohl dieses Statement von den Autoren in jeder Hinsicht etwas naiv gestrickt bleibt, gelingt es Nakata doch vorzüglich, den Film selbst in seinen tragischen Momenten nie in den Bereich des Kitsches abgleiten zu lassen, was man zum Teil auch den beiden souverän aufspielenden Jungdarstellern anrechnen muß.

So bietet Sleeping Bride für all diejenigen, die auch heute noch irgendwie Kind geblieben sind, dank einiger bewegender und romantischer Momente, kurzweilige und mitunter auch herzzerreißende Unterhaltung.

(S.G.)

In Association with YesAsia           

 

   

   

   

   

 


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