The Black Morning Glory
Hongkong, 1993

Regie:
Casey Chan Lai Ying

Darsteller:
Canti Lau Sek Ming, Michelle Reis, Lester Chan Chit Man, Matthew Chow Siu Fa, Waise Lee Chi Hung, Chow Siu Wan, Cho Wing, Wu Fung
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Die beiden Zwillinge Michelle und Li wurden als kleine Kinder getrennt und haben sich seitdem nicht mehr wiedergesehen. Li fristet ihr karges Dasein nun als heruntergekommene Profikillerin in der japanischen Metropole Tokio.

Eines Tages hat Michelle, sie ist mittlerweile zu einer angesagten Designerin aufgestiegen, dort eine Modenschau. Durch einen Zufall entdeckt sie bei ihrem Freund eine Diskette. Mit Entsetzen muß sie feststellen, daß die darauf befindlichen Daten zur Herstellung von Falschgeld benutzt werden. Dadurch gerät sie in Streit mit ihrem Freund und kann nach einer Auseinandersetzung mit der Diskette entkommen. Nun wird Li von den Hintermännern des Geldfälscherings auf die Flüchtige angesetzt, um sie zu töten und die Diskette wiederzubeschaffen. Ihren Auftrag erledigt sie auch eiskalt und muß aber plötzlich erkennen, daß sie vor der Leiche ihrer Schwester steht. Sie ist verstört und geht daraufhin nach Hongkong, um dort ihre Tat zu verarbeiten und das Leben ihrer toten Schwester kennenzulernen.

Da Michelle aber kurz vor ihrem Mord die Diskette noch zu ihrem Bruder nach Hongkong geschickt hat, macht sich nun auch ihr brutaler Ex und seine Mannen dorthin auf, um die wichtigen Daten wieder in ihre Hände zu bekommen. Das ist nun die Chance für Li, Rache an ihren Auftraggebern zu nehmen.



The Black Morning Glory ist ein reichlich konfuser Actionthriller ohne Action. Zumindest in den ersten siebzig Minuten schleppt er sich von einer geschwätzigen Szene zur nächsten. Bei einem ordentlichen Drehbuch mit gelungenen Dialogen wäre dies ganz sicher keine Schwäche, doch hier legen die Autoren den Protagonisten wieder einmal eine Ansammlung von Belanglosigkeiten in den Mund, die den Zuschauer auf eine harte Geduldsprobe stellen. Aber auch die Geschichte selbst gibt keinen Grund zum Jubeln, da sie wieder einmal nur von Kommissar Zufall zusammengehalten wird und schon allein die Ausgangssituation der Story viel zu weit hergeholt ist, um nur einen Funken an Glaubwürdigkeit versprühen zu können. So bleibt The Black Morning Glory trotz einiger Versuche Richtung Charakterisierung der Hauptpersonen zu jeder Zeit klischeegetränkt und platt.

Zudem wirkt Hauptdarstellerin Michelle Reis völlig fehlbesetzt und kann ihrer Rolle keinerlei Tiefe verleihen. In Raymond Lee´s ungleich besseren The Other Side Of Romance, hat sie dem Charakter der toughen Killerin jedenfalls weitaus mehr Leben eingehaucht. Zum Ende werden dann endlich die lang ersehnten Actionszenen aufgeboten, die sich allerdings nur im Bereich von gerade mal durchschnittlich bis sehr ordentlich bewegen. Richtige Höhepunkte lassen sich somit auch hier nicht finden, so daß The Black Morning Glory in dieser Hinsicht ebenfalls nicht punkten kann.

Es bleibt letztlich ein reichlich unbefriedigender Film, der weder die Bezeichnung Action noch Thriller einigermaßen verdient hätte. Langweilig!

(S.G.)

 

   

   

 


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